Um den Rindern die Hitze im Sommer ein wenig erträglicher zu machen, sollten Tierhalter sich über Gegen-maßnahmen informieren.
Treten folgende Anzeichen auf, liegt ein Hitzeproblem bei Rindern vor:
-Eingeschränkte Aktivität, wenig liegen
-Hecheln und hohe Atemrequenz
-erhöhte Körpertemperatur
-verschwitztes Fell
-Suchen nach Schatten
-Andrang an die Tränkestellen
-Durch das viele liegen und schwere atmen verringert sich das Wiederkäuen
-Leistungsschwund
-Milch enthält weniger Fett und Eiweiße, mehr Zellen
Mögliche Gegenmaßnahmen im Stall:
-Luftbewegung auch im Stall (führt Wärme und Feuchtigkeit ab)
-Wind im Stall durch geöffnete Fenster/Türen
-Evt. Windschutznetze, Jalousin und co. statt geschlossene Außenwände
-Wenn nötig Ventilatoren
-gleichmäßige Luftbewegung gegen den „Saunaeffekt“
-Springlersystem im Laufstall zur Befeuchtung des Rückens
Der frische Wind im Stall hat nicht nur den Vorteil einer niedrigeren Temperatur oder Stauwärme, sondern verringert auch eine Belastung durch Ammoniak und reduziert die Fliegenprobleme.
Anbring- Kaufinformationen und weiteres zu einigen der angesprochenen Möglichkeiten lassen sich hier finden:
http://www.aelf-pk.bayern.de/tierhaltung/17759/linkurl_3.pdf
Auf der Weide gibt es andere Schutzmöglichkeiten:
-Ungestörter Zugang zur Tränke
-Viel & genug Schatten
Dieser wird erzeugt durch Bäume, Unterstellplätze und ähnliches.
(Einige unserer Weiden liegen ein Stück weit im oder am Wald, so das schattige Plätze erreichbar sind)
-Eine Schattenlose Fläche kann als Nachtweide genutzt werden
Sollte eine starke Hitzebelastung tagsüber bestehen, kann für diese Zeit komplett auf Nachtweide umgestellt werden.