Du bist nicht angemeldet.

muh

*Keksmonstermuh*

(160)

  • »muh« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 991

Wohnort: Land der Träume...

Beruf: Schülerin

Renommeemodifikator: 23

  • Private Nachricht senden

1

Dienstag, 29. Dezember 2009, 07:12

Legehennen - Haltungsformen

Hier einmal die Haltungsformen für Legehennen.

Die Freilandhaltung ist für die landwirtschaftlichen Tiere am angenehmsten und kommt der Natur näher. Mindestens 4 Quadratmeter pro Legehenne entspricht der Auslauf, den sie aus dem Stall ( entspricht dem Stall der Bodenhaltung) heraus betreten können. Ihren natürlichen Beschäftigungen wie etwa picken, scharren und anderem nachgehen.
Auch bei der Biologischen / Ökologischen Legehennenhaltung gibt es diesen Auslauf, desweiteren dürfen nicht mehr als 3000 Tiere gehalten werden und im Stall höchstens 6 pro Quadratmeter. Das Futter besteht zu etwa 80% aus ökologischem Anbau.

Die Bodenhaltung bietet dagegen keinen Freilauf, ungefähr 9 Tiere quetschen sich auf einen Quadratmeter. Ein drittel des Bodens muss eingestreut sein, der andere Teil darf aber aus Lattenrost bestehen. Auch gehört dazu die Haltung in Volieren, auf mehreren Etagen hängen dort Sitzstangen, Futter, Tränken. Dadurch können die Hennen wenigstens frei die Ebenen wechseln. Pro Quadratmeter Bodenfläche ist auf der Grundfläche die Besatzdichte von ca. 18 Tieren möglich.

Die Käfighaltung ist keine tierfreundliche Form der Legehennenhaltung. Bis zum Ende 2008 (Ausnahmegenehmigungen bis Ende 2009) würden 4-5 Tiere auf schrägen Drahtgitter zusammengepfercht, wobei oft weniger Fläche als eine DIN A4 Seite für die Einzelnen Hennen war. Nun, wo diese Form verboten ist, darf trotzdem eine andere Form gebaucht werden. Oft als "Kleingruppenhaltung " oder "Kleinvoliere" bezeichnet, besteht keine grundlegende Unterscheidung zu herkömmlichen Käfigen, kaum mehr Platz für Einzelne Tiere. Statt 550 nun 800 Quadratzentimeter, also ca. anderthalb DIN A4 Seiten. Auch wenn es dort Sitzstangen, Nester, einen kleinen Platz zum Scharren und Sandbaden gibt, können aufgrund Platzmangel diese Angebote nicht genutzt werden. Es bleiben die selben Probleme der Käfighaltung: Stress, Verletzungen, Verhaltensstörungen.


Wer ganz einfach bei einem Käfighaltungsverbot helfen will, sollte keine Eier mit der Anfangsnummer 3 kaufen, hier die Kennzeichnungen:

0 = Aus ökologischer Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
Weitere Tipps bietet u.a die Kampagne: "Kein Ei aus Quälerei
Signatur von »muh«
Kühe, Landluft & Scheiße - Willkommen bei mir : thumbsup :

Rosanna

Fortgeschrittener

(10)

Beiträge: 441

Wohnort: NRW

Beruf: Schüler

Renommeemodifikator: 1

  • Private Nachricht senden

2

Freitag, 1. Januar 2010, 01:36

ich ess auch nur eier direkt vom Bauern den ich kenn, da ich aus dem Supermarkt , finde ich , doch nie genau weis, ob die Nummer nicht gefälscht ist auch wenn das ja kontroliert wird. Ich bin zwar froh das es die Käfighaltung nicht mehr gibt ( : thumbsup : ) aber die kleingruppenhaltung find ich auch nicht gut!
Signatur von »Rosanna« Meine nächsten Kälbchens kommen am.... *freu*

19.07.10 Dunja --> 2 kleine Jungs
17.08.10 Fauna
27.10.10 Flora
13.11.10 Feli
06.12.10 Rosanna
14.01.11 Flocke

muh

*Keksmonstermuh*

(160)

  • »muh« ist der Autor dieses Themas

Beiträge: 1 991

Wohnort: Land der Träume...

Beruf: Schülerin

Renommeemodifikator: 23

  • Private Nachricht senden

3

Freitag, 12. März 2010, 18:36

Wer ganz einfach bei einem Käfighaltungsverbot helfen will, sollte keine Eier mit der Anfangsnummer 3 kaufen, hier die Kennzeichnungen:

0 = Aus ökologischer Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
Weitere Tipps bietet u.a die Kampagne: "Kein Ei aus Quälerei"


Die Sache ist wieder aktuell- vor allem, da wir auf die Osterzeit zugehen. Die gekochten / vorgefärbten Eier unterliegen bisher keiner Kennzeichnungspflicht. Hinter den zum Verkauf angebotenen bunten Ostereiern etc. verstecken sich oft Produkte aus schlechten Haltungen.
Wer in dieser Hinsicht dem Tierschutz helfen möchte, sollte seine Eier selbst färben und eine Aufhebung der Ausnahmevorschrift fördern.

Außerdem befinden sich 40% der Eier in Fertigprodukten (Eierlikör, Fertigkuchen und Fertignudeln, Backmischung etc. ) verarbeitet- auch hier muss nicht nach Haltungssystem gekennzeichnet werden!

Es sollte im Interesse jedes Tierfreundes liegen, eine außnahmslose Kennzeichnungspflicht der Fertigprodukte im Bezug auf die Haltungsformen zu erhalten. :thumbup:
Signatur von »muh«
Kühe, Landluft & Scheiße - Willkommen bei mir : thumbsup :