Hier einmal die Haltungsformen für Legehennen.
Die
Freilandhaltung ist für die landwirtschaftlichen Tiere am angenehmsten und kommt der Natur näher. Mindestens 4 Quadratmeter pro Legehenne entspricht der Auslauf, den sie aus dem Stall ( entspricht dem Stall der Bodenhaltung) heraus betreten können. Ihren natürlichen Beschäftigungen wie etwa picken, scharren und anderem nachgehen.
Auch bei der
Biologischen / Ökologischen Legehennenhaltung gibt es diesen Auslauf, desweiteren dürfen nicht mehr als 3000 Tiere gehalten werden und im Stall höchstens 6 pro Quadratmeter. Das Futter besteht zu etwa 80% aus ökologischem Anbau.
Die
Bodenhaltung bietet dagegen keinen Freilauf, ungefähr 9 Tiere quetschen sich auf einen Quadratmeter. Ein drittel des Bodens muss eingestreut sein, der andere Teil darf aber aus Lattenrost bestehen. Auch gehört dazu die Haltung in Volieren, auf mehreren Etagen hängen dort Sitzstangen, Futter, Tränken. Dadurch können die Hennen wenigstens frei die Ebenen wechseln. Pro Quadratmeter Bodenfläche ist auf der Grundfläche die Besatzdichte von ca. 18 Tieren möglich.
Die
Käfighaltung ist keine tierfreundliche Form der Legehennenhaltung. Bis zum Ende 2008 (Ausnahmegenehmigungen bis Ende 2009) würden 4-5 Tiere auf schrägen Drahtgitter zusammengepfercht, wobei oft weniger Fläche als eine DIN A4 Seite für die Einzelnen Hennen war. Nun, wo diese Form verboten ist, darf trotzdem eine andere Form gebaucht werden. Oft als "Kleingruppenhaltung " oder "Kleinvoliere" bezeichnet, besteht keine grundlegende Unterscheidung zu herkömmlichen Käfigen, kaum mehr Platz für Einzelne Tiere. Statt 550 nun 800 Quadratzentimeter, also ca. anderthalb DIN A4 Seiten. Auch wenn es dort Sitzstangen, Nester, einen kleinen Platz zum Scharren und Sandbaden gibt, können aufgrund Platzmangel diese Angebote nicht genutzt werden. Es bleiben die selben Probleme der Käfighaltung: Stress, Verletzungen, Verhaltensstörungen.
Wer ganz einfach bei einem Käfighaltungsverbot helfen will, sollte keine Eier mit der Anfangsnummer 3 kaufen, hier die Kennzeichnungen:
0 = Aus ökologischer Erzeugung
1 = Freilandhaltung
2 = Bodenhaltung
3 = Käfighaltung
Weitere Tipps bietet u.a die Kampagne: "
Kein Ei aus Quälerei